There's nothing impossible!

Unverständnis

Mal wieder ein Post voller Wut und Unverständnis – Vorsicht!

Ich wurde mit sieben eingeschult – ein Jahr später als normal. Ich glaube nicht, dass ich damit ein Problem hatte. Habe ich immer noch nicht. Es war besser so. Aber: Mir wurde nie gesagt warum. Ich dachte, es läge an meinem Handicap. Dass einiges auch einfach geschah, weil ich es etwas eilig hatte und ca 12 Wochen zu früh kam – kein Wort.

Warum hat mir keiner den Unterschied erklärt? Warum hat keiner gesagt, dass nicht alles auf mein Handicap zurückzuführen ist? Und warum finde ich sowas erst mit 16 raus?

 

P.S.: Heute abend, 22.00 Uhr, VOX schauen!

Instead of a prayer

Du musst doch noch das Testtraining bestehen und zum 1. FCK gehen. Und dann HSV.
Du musst mir doch helfen, Model zu werden.
Du musst doch noch ein Treffen mit Mister Mario arrangieren.
Du musst doch mit mir in die Karibik fliegen.
Du musst doch noch das beste Abi ever hinlegen. Weil du es dir absolut nicht zutraust.
Du musst mit mir Nächte durchtelefonieren und Luftschlösser bauen.

Dich erwartet noch so viel.

Bitte.

Wach auf.

The day you fail again

Ich hätte es mir ja eigentlich denken können. Meine Gedanken hatten wohl eine Vorahnung. Morgens habe ich mir nämlich noch, beim obligatorischen Blick in den Ganz-Körper-Spiegel, gedacht: Warum fällt diese abnormale Armhaltung eigentlich niemandem auf? Und als der Schulleiter mich lächelnd gegrüsst hatte: Ich bin der Schul-Spasti, mich kennt man. (Angelehnt an ein Zitat aus Monsterwochen.)

Trotzdem. Es fühlte sich an, wie ein Schlag in die Magengrube, als dieser Sechstklässler, der hin und wieder mit uns auf der Treppe sitzt, fragte: “Warum kannst du nicht richtig laufen?” Mein tolles “Alles-halb-so-wild”-Gerüst brach in sich zusammen. Während ich gegen das Schwindelgefühl ankämpfte, überlegte ich mir eine Antwort. Es gibt da nämlich mehrere Möglichkeiten: “Mein rechtes Bein ist kürzer als das Linke” (was aber eigentlich nicht mehr zählt), die lange Version: “Ich kam zu früh auf die Welt usw.”, die, die niemand versteht: “Ich habe eine Hemiparese” und das gute (?), alte “Meine rechte Körperhälfte ist fast gelähmt”.

“Weeeeeil…”, 1, 2, oder 3? Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn das Licht an geht. Ich entschied mich für “Meine rechte Körperhälfte ist fast gelähmt”. Ich weiß nicht mehr, wie er reagiert hat, das habe ich wohl ausgeblendet. Der andere fragte mich dann noch, warum ich mal eine Zeit lang Krücken hatte. Ich beantwortete seine Frage und flüchtete dann aufs Klo, um irgendwie wieder klar zu kommen.

Wo war die Coolness, die ich mir in den letzten Monaten angeblich angeeignet hatte? Wo war der Satz: “Och, nur so ne kleine Behinderung”? Warum konnte ich nicht meinem Vorsatz gemäß reagieren: Sie sind die mit der neuen Situation, ich hatte 16 Jahre um mich daran zu gewöhnen? Warum warf mich das so aus der Bahn? Und warum war es ihm aufgefallen? Ich dachte, man sieht kaum noch was.

Ich machte mich – ziemlich durch den Wind – auf die Suche nach meiner wohl besten Freundin. Aber sie war nicht mehr da, stattdessen fand ich H. und S., die mich schon seit der ersten Klasse kennt. Eigentlich wollte ich es ihnen nicht sagen, ich kam mir lächerlich vor, außerdem würden sie es sowieso nicht verstehen. Aber sie hakten drei Mal nach und plötzlich fing ich an zu weinen.

Es kam genau das, was ich erwartet hatte: Du machst das so super und das ist doch nicht schlimm, dass sie gefragt haben. Und du läufst doch schon viel besser. “Ich glaube es war in der 7. Klasse, da hat Herr xy zu mir gesagt, dass er findet, dass du das echt gut meisterst, mit deiner Situation.” Mir fiel ein Satz aus M.e.B.i.M. ein (“Welche Situation meinte sie?”) und ich fühlte mich noch mieser. “Ich würde jeden Tag die Krise kriegen.” “Würdest du nicht. Dir bleibt keine andere Wahl, als klar zu kommen.” H. fing dann an, von ihrer Narbe zu reden, was mich tierisch aufregte, da man es nicht vergleichen kann und es ausnahmsweise mal nicht um sie ging.

Abends musste ich immer noch heulen, M. schrieb mir ne SMS: “Du bist ein ganz toller Mensch. Du warst es durch die ich gelernt habe mich in gewissen Situationen viel gelassener zu verhalten. Ich war viel schwächer als du. (…) Du bist für mich so ein Vorbild denn du meisterst das alles viel lockerer.” Verstand er denn nicht, dass ich eben nicht stark war? Dass ich eigentlich schwach bin, und mir die angebliche Stärke nur einrede? Aber andererseits: Ich kann nicht von heute auf morgen meine neue Herangehensweise umsetzen, das braucht Übung.

Etwas, das mich ein bisschen tröstet: Stellen wir uns einfach vor, ich wäre von einem Designer übelst beleidigt worden. Da will sich sogar Mario Galla heulend im Bett verkriechen.

Weißt du eigentlich…?

Weißt du eigentlich, dass ich dich schrecklich vermisse?
Weißt du eigentlich, dass ich gerade schon wieder weine, weil wir schon so lange nicht mehr geskypt haben?
Weißt du eigentlich, dass mir Ende Juni, bzw. Mitte Juli noch ewig vorkommt?
Weißt du eigentlich, dass ich weinen werde, wenn ich dich nach elf Monaten wieder umarmen kann?
Weißt du eigentlich, dass ich, seit du weg bist, kein Navy CIS mehr gucken kann?

Heute hätte ich jemanden gebraucht, der mit mir Kickboard fahren geht. Du kamst mir als erstes in den Sinn. Aber du bist ja weg.

Noch 9 Wochen…

DIY

Im Zuge des verspäteten Frühjahrsputzes habe ich heute eine Box gebastelt. Es folgt eine kleine Anleitung dafür, obwohl es recht simpel ist.

Zuerst suche ich mir einen alten Karton, eine alte Verpackung aus, die die gewünschte Größe hat. Ich entschied für diese:

Dann nehme ich Geschenkpapier meiner Wahl, Klebetreifen und eine Schere. Zuerst messe ich ab, wieviel Geschenkpapier ich brauche, um die Kiste einmal “einzupacken” und schneide die nötige Menge ab. Dann schlage ich das Papier um die Kiste herum, so dass die Ränder innen sind – und das Muster des Geschenpapiers natürlich sichtbar. Die Ränder klebe ich nun mit dem Klebetreifen im Inneren der Kiste fest. Den “Überschuss” an den Ecken schneide ich vorsichtig ab, wobei aber immer noch ein bisschen übrig bleiben sollte, damit ja alles bedeckt ist. Außerdem muss ich darauf achten, dass das Papier schön stramm ist.

Mit dem Deckel mache ich das gleiche nocheinmal. Und fertig ist eine persönlich angehauchte Verstaumöglichkeit. Ich hoffe meine Anleitung ist halbwegs verständlich :)

 

Happy Motherday

Der Muttertag ist ein Feiertag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft.

Sagt Wikipedia. Morgen ist es wieder soweit, worauf mich meine Mutter grade hingewiesen hat. “…Ganz nebenbei ist morgen nämlich Muttertag…” Genau. Ganz nebenbei. Keine Ahnung, ob sie letztes Jahr etwas von mir bekommen hat, dieses Jahr wird sie nichts bekommen. Das wäre nachdem was die letzten Jahre zwischen uns passiert ist reinste Heuchelei.

Aber ich habe festgestellt, dass wir endlich ein normales Verhältnis zu einander haben. Wir hatten zwar grade eine kleine Auseinandersetzung (ich habe die Spülmaschine nicht eingeräumt), aber ich nehme es mir  nicht mehr zu Herzen und lache sie stattdessen aus. Genau das, was mir meine Geschwister seit Jahren raten. Außerdem ist sowas in meinem Alter total normal. Ich werde in drei Wochen 17. Da wäre es doch bedenklich, wenn wir uns NICHT streiten würden.

Ganz normal wird es nie werden, man kann Geschehnisse nicht einfach löschen. Man kann nicht einfach leugnen, dass sie mich jahrelang angelogen hat. Und die Schuldvorwürfe werde ich ihr wohl heimlich ewig machen. Aber das werde ich ihr nie sagen. Sie hat mit ihrer Vergangenheit und der Schuld genug zu tragen. Ich kann ihr nicht mehr vertrauen, aber das ist, zumindest im Alltag, nicht so  wichtig. Ich regle meine Termine selbst, damit es auch wirklich gemacht wird. Kurz: Ich habe mich mit den Rahmenbedingungen arrangiert.

3000

3000 Klicks- Ich bin überwältigt. Dankedankedankedanke.

Bald gibts mal nochmal was ausführlicheres, aber ich stecke ziemlich im Schulstress und komme kaum zum Luft holen.

Stay dope.

 


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